«Ti quoque mi fili?» hörte ich neulich im Wartezimmer eine Stimme flüstern. Ich drehte mich um und da sass doch tatsächlich ein wackerer Mitstreiter aus alten Tagen, der gerne anonym bleiben will. Welche Freude! In brevi erzählte er mir in leisem Ton, dass er incoginto hier sei – schliesslich sollten seine Gegner nicht wissen, dass er verwundet sei. Aber er sei in grosser Sorge, denn neuerdings könne der Arzt die Arztrechnung ja direkt an die Krankenkasse senden – und dann sei seine Verwundung kein Geheimnis mehr. Ich beruhigte ihn: er soll in diesem casus einfach den Arzt darum bitten, die Rechnung nicht an die Krankenkasse zu senden, sondern einfach ihm zu geben. So kann er sie selber begleichen und sein Geheimnis bleibt gewahrt. Gut zu wissen, finden Sie nicht auch?
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