Ich habe das mit der elektronischen Leistungsabrechnung lange selber auch nicht ganz verstanden, denn Sie müssen sehen: das Internet ist mir so fremd wie den Römern die Völker jenseits des Limes. Heute weiss ich zwar wie's funktioniert, verstehen tue ich es aber immer noch nicht. Es läuft folgendermassen ab: nachdem ich beim Medicus war, tippt die Praxisasstistentin auf ihrem Computer eine Rechnung ein, druckt diese dann auf einem Stück Papier aus und sendet sie mir. Ich begleiche die Rechnung und sende anschliessend das Papier weiter an die Versicherung. Und jetzt kommt’s: dort tippen dann Assistentinnen die Rechnung wieder behände ab, damit die Daten wieder zurück in den Computer gelangen und einfacher bearbeitet werden können. Sic! Warum beim Jupiter sollen denn die Praxisassistentinnen nicht einfach die Rechnung direkt an die Versicherer senden dürfen? Legen sie sich dann etwa mit der Kommission zur Aufrechterhaltung der Abtippkultur an? Oder interveniert dann die Papierlobby, weil weniger Papier verbraucht wird? Steckt etwa die Post dahinter, die weniger Portoeinnahmen befürchtet? Ich verstehe ägyptische Hieroglyphen, altlateinische Gedichte und sogar frühgallische Volksweisen. Aber die gängige Abrechnungspraxis bei helvetischen Arztbesuchen ist mir ein Rätsel. Vielleicht kann sie mir jemand erklären? Mag es hier jemand indirekt?
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